Rezension: "Gib den Jungs zwei Küsse" von St John Greene

Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, was bereits länger schon in meinen Besitz ist. 
Ich fand es so interessant vom Titel her, dass ich damals einfach haben musste.
Damals hatte ich jedoch selbst noch kein Krebs. Zumindest wusste ich noch nichts davon.
Ich bekam das Buch 2012 zu Weihnachten und fing auch recht bald danach an mit dem lesen. 
Jedoch überschattete dann der Knoten am Hals, den ich im Frühjahr 2013 entdeckte, das weiter lesen. Denn ich war einfach zu emotional gewesen, um weiter zu lesen. Somit lag es also eine ganze Weile in meinem Regal. Nun fand ich jedoch die Kraft es endlich fertig zu lesen, was mit viel Emotionen verbunden war. Wurde halt an meine Krebszeit immer wieder erinnert. Aber irgendwie tat es auch gut die Geschichte von der Familie Greene zu lesen. 


Hardcover
Seiten: 368
Verlag: Marion von Schröder Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 3547711835
Preis: 18€


Rezension:

St John Greene schreibt in dem Buch über seine Familie. Über das, was seiner Familie alles zu gestoßen hatte. Von der Krebserkrankung des 1. Sohnes, den man nur wenig Hoffnung verspricht, dem 2. Sohn, der zu früh auf die Welt kommt und ebenfalls um sein Leben kämpft und über die tapfere Mutter, die nur zwei gesunde Kinder wollte. Die Jungs schafften es, jedoch erkrankte dann die Mutter selber an Krebs erkrankte und am Ende es nicht schaffte. Sie verließ die Welt jedoch nicht, ohne ihrem Mann eine Liste da zu lassen in der sie ihm Dinge aufschreibt die er und die Kinder machen sollten. 

Meine Meinung:
Ich selber stand davor, meiner Familie eine Liste zu schreiben, doch fehlte mir immer die Kraft dazu. Ich kann somit nachvollziehen, das Kate, die Mutter, eine Liste anfertigte. Sie muss eine zauberhafte Person gewesen sein. Und Singe, der Vater, hat sie über alles geliebt. Sie waren sogenannte Seelenverwandte. Wie oft trifft man schon solch einen Menschen. 
Trotz all dem Kummer und Leid, den sie durchstehen mussten machen Sie das Beste aus allem. Das bewundere ich. Als Leidensgenossin, habe ich ebenfalls versucht, das ein oder andere auf jeden Fall mit meiner Familie erleben zu wollen, bevor einer von uns gehen muss. Ein Teil löste ich letztes Jahr ein, wie der erste Familienurlaub, den Besuch in einem Freizeitpark usw. 
In dem Buch steckt viel Liebe und Kummer. Man kann sich gut hineinversetzten in die Geschichte.
Es ist erstaunlich, was Singe alles gemeistert hat und sicherlich darüber hinaus noch geleistet hat.
Im Buch wird immer wieder in die Vergangenheit gesprungen, so als wäre man dabei gewesen.
Kann es nur empfehlen, mal zu lesen.

Bewertung:


Kommentare

  1. Das Buch hört sich interessant an. Auch wenn ich eher auf Horror Bücher stehe, würde ich das auch gerne lesen. Es ist immer wieder toll, wieviel Kraft die Menschen haben in dieser Situation.

    Liebe Grüße
    Julia

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  2. Kannte ich jetzt noch nicht, das Cover finde ich an sich ganz hübsch.
    So wie du das Buch beschreibst, klingt es gar nicht so schlecht. Allerdings nicht ganz meine Richtung, die ich lese.

    Alles liebe

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